Roman Mitterfirmiansreut

Erscheint im April 2021



ISBN folgt


Ein Aussteigerroman in eine wundersame Umgebung, bei dem so manches anders kommt als erwartet.


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Leseprobe:


Eins

Werner konnte sich am Signalton erfreuen. Treffer. Die Gegenstelle gab es wirklich. Er versenkte sich ins Grübeln darüber, dass er noch nie begriffen hatte, wie das funktionierte. Ein Rascheln. Dann hörte er etwas, was so klang:
  „I waars.“
 Stille.
„Ich würde gerne mit Herrn Loibl sprechen.“
„Ha?“
„Mit Herrn Loibl.“
„I waars. Aba mia gengand itz. Wos mechats?“
„Ist da Herr Loibl?“
„Wannst oiwei desoibe schmatzsd, nochad häng i glei wieda auf.“
„Ich verstehe nicht.“
„A wennsd des oiwai hean dadsd, dadsd das eh ned vasteh, hosd mi. Pfiad di.“
  Klack. Stille.

  Hier muss eine Bemerkung eingefügt werden. Waidlerdialekt lässt sich nicht Wort für Wort übersetzen. Er wird in der Gegend zur verbalen Kommunikation verwendet, die man hochnäsig 'hinterwäldlerisch' nennt. Dieses abschätzige Wort wird mittlerweile global genutzt. Es stammt aber – nicht ohne Grund – aus der Gegend, die offiziell Bayerischer Wald heißt. Also dort, wo lange Zeit kaum Fremdes anzutreffen war. Weil das Leben dort nicht ganz komfortabel ist. Mittlerweile ist die wilde Natur jedoch erschlossen für den Tourismus. Die Bauern geben auf, weil sie an der modernen Zivilisation Gefallen gefunden haben. Ihre Höfe mit den riesigen Grundstücken sind Opfer von Leuten, die sich, der Luxuswelt überdrüssig, mit Kräutern und dem lieben Vieh selbst verwirklichen wollen. Weil Sie das Buch ganz sicher gleich voll des Unverstehens weglegen müssten, außer, se sand vo do (ungefähr wie 'sie sind da geboren'), werde ich die Reden der Einheimischen im folgenden hochdeutsch wiedergeben – so weit das möglich ist.

 Also, noch einmal von vorne: